Herzlauf

Der LASK ist immer und überall präsent. Auch während sinnloser Länderspielpausen darf das nicht vergessen werden. Besonders wichtig ist das, wenn es um die soziale Aufgabe dieses Vereines und seiner Fans geht. Es ist Pflicht, auch in dieser Hinsicht für die Region und Menschen, denen es nicht so gut geht aktiv zu sein.
Darum an der Stelle, an der sonst Spieltagsfotos gepostet werden, hier nochmals ein Link zur Aktion “LoA rennt“ beim Herzlauf von vergangenem Sonntag. Als Landstrassler hat man sich ebenfalls mit einigen Leuten beteiligt und schrammte nur knapp an neuen olympischen Rekorden vorbei. Respekt an die Jungs von Legendär on Air – die 90 Minuten (nicht nur) Fußball-Show für Einsatz und Organisation!

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Feiern Für Freunde

Ein Leben als Fußballfan birgt viele außergewöhnliche Erlebnisse und nicht selten lebenslange Freundschaften. Ein Leben als Fußballfan birgt aber auch manchmal Unstimmigkeiten mit dem Staat und seinen ausführenden Organen. Oft ungerechtfertigt und/oder unverhältnismäßig. So ergibt es sich immer wieder, dass der ein oder andere aktive Kurvenbesucher vor große finanzielle Aufgaben gestellt wird. Da aber die Sucht nach dem glorreichen ASK vor allem das Leben erfüllen und nicht nur erschweren soll, hat man sich entschlossen im Sinne der schwarz-weißen Solidargemeinschaft einen Teil beizutragen.

Der LASK-Fanatiker gilt gemeinhin als durstig und lässt Woche für Woche seinen kärglichen Sold der städtischen Gastronomie zukommen. Was liegt also näher, als beide Begebenheiten miteinander zu verbinden?
Darum wird man in Zukunft regelmäßig unter dem Motto “Feiern für Freunde” zusammenkommen. Einerseits soll durch diese Abende das gemeinschaftliche Zusammentreffen gefördert, andererseits eben jenen Personen etwas geholfen werden.

Stattfinden wird Runde Eins am 22.10. ab 20 Uhr bei einem alten Bekannten. Radovan Vujanovic lädt in sein Beisl, zu finden beim Edelweiß-Platz (Flötzerweg 107a, 4030 Linz). So wird auch noch ein weiteres Mitglied der schwarz-weißen Familie unterstützt.
Auf jedes Getränk wird zusätzlich ein Euro draufgeschlagen, welcher dann der Sache zugute kommt.

Saufts eich an! Solo ASK!

Gedanken zum Liefering Spiel

Manch einer wird sich fragen, warum die aktive Fanszene das Stadion am Freitag bei der Partie LASK-Liefering bereits mit Beginn der zweiten Halbzeit geschlossen verlassen hat. Vorab: Natürlich hatte es nichts mit dem sportlichen Abschneiden in dieser Phase zu tun.

Seit dem Umzug ins Waldstadion ist es gängige Praxis, dass die Stadionverbotler während des Spieles vor den Eingängen der Südtribüne ausharren und damit ihrem Verein so nah wie in dieser Situation nur möglich ist. Etwas, was x Spiele zuvor nie ein Problem darstellte und auch im Einklang mit den Richtlinien der Bundesliga steht. Nun sollte das plötzlich nicht mehr erlaubt sein. Soweit so schlecht. Allerdings ging diese Weisung nun nicht direkt von der Exekutive oder irgendeiner Behörde aus. Nein, es war die Vereinsführung, welche von ihrem Hausrecht Gebrauch machte und die eigenen Fans ihres angestammten Platzes verwies. Eben jener Verein, welcher selbst bereits die Ungerechtigkeit vieler momentaner Stadionverbote feststellte und die Betroffenen im Kampf gegen diese Vergabepraxis unterstützte. Bereits beim ersten Treffen dieses Jahres sicherte die Vereinsführung den Standort vor den Toren für alle Standionverbotler zu und zeigte sich sogar verwundert, dass man dies in Frage stelle. Dass die Übermittlung der Neuigkeit die Polizei übernehmen musste und man erst durch Nachfragen beim Verein eine Aussage bekam, lässt die Beziehung zur Obrigkeit in ein schlechtes Licht rücken.

Als man drinnen diese Information erhielt, war man sich nach kurzer Diskussion schnell einig, dass dieses Verhalten des Vereines einigen seiner treuesten Fans gegenüber untragbar ist und man ein Zeichen zu setzen hatte.

Jedem der an diesem Tag vorzeitig das Stadion verließ, blutete das Herz, gerade in einer für die Mannschaft derartig wichtigen Spielphase so zu agieren. Für die Fanszene ist es das höchste Gut den Verein zu besingen und die Mannschaft zu unterstützen. Aber nicht um den Preis der eigenen Integrität. Es geht hierbei nicht darum über die Sinnhaftigkeit von Stadionverboten oder gar deren Legitimität im Einzelfall zu diskutieren. Es geht darum, Solidarität zu zeigen wenn Angehörige des Fanblocks ungerecht behandelt werden. Es geht auch darum eine gewisse Umgangskultur aufzuzeigen und anzuprangern. Ansonsten wird in vielleicht gar nicht so ferner Zukunft gar keiner mehr singen (können). Weil dann das Ausleben einer aktiven Fankultur in jetziger Form nicht mehr möglich bzw. gewünscht ist. Man will hier nicht den Teufel an die Wand malen, wohl aber den Anfängen wehren. Niemand ist größer als der Verein doch Fehlentwicklungen gehören thematisiert. Eben um dieses Vereines willen. Man singt schließlich aus freien Stücken, nur den eigenen Farben gegenüber verpflichtet, niemandem sonst.

Fragwürdiger sind dabei jene Anhänger, die gerade wegen dieser Situation zu singen begonnen haben, ansonsten jedoch nicht den Hauch eines Interesses an der akustischen Unterstützung zeigen. Diese im Normalfall bewusst verweigern. Hier sollte man mal über die Beweggründe nachdenken. Ist es aus Trotz weil die “böse/selbstbezogene” Fanszene die Mannschaft “im Stich lässt”? Das wäre etwas kurzsichtig gedacht. Ist es aus eigener Profilierungssucht? Das wäre armselig. Ist es weil man wie ein Lemming der Vereinsführung und Bundesliga nachläuft und blind vertraut? Gar der Meinung ist, diese Praxis würde sämtlichen Stadionverbotlern recht geschehen? Kein Handeln der Obrigkeiten in Frage stellt? Das wäre traurig.

Sollten destruktive Maßnahmen und Ungerechtigkeiten einmal eben diese Gruppe treffen, wird die Fanszene trotzdem an ihrer Seite stehen. Weil es das Richtige ist.

Solo ASK!