Konzern – LASK

Bereits zu Mittag startete bei brütender Hitze die Pilgerreise für mehrere Tausend Linzer Jünger zum unheiligsten Ort der Fußballwelt.

Nach kurzer Prozession an idyllischen Maisfeldern vorbei, erreichte man das Ziel Auswärtssektor.Dort angekommen, merkte man schnell, dass an jenem Tag Wals-Siezenheim fest in schwarz-weißer Hand ist – eine Tatsache, die einem schon früh die Mundwinkeln nach oben zog.

Eingeläutet wurde die Partie vom schwarz-weißen Gesangsverein dann mit einem Intro aus Schals und einer dazu passenden Botschaft.

Mit einer ordentlichen Portion Brachialität in seinen Gesängen zeigte das Linzer Gsindl sogleich, wer Herr im Haus ist und hauchte der ansonsten einem Geisterhaus gleichenden Örtlichkeit neues Leben ein.Schön dabei mit anzusehen, dass sich auch in sportlichen Hochzeiten für die Dosen in Salzburg keine Sau interessiert.Das normalerweise an Salzburger Festspiele gewöhnte Publikum hatte von den Auswärtigen vor Beginn der Inszenierung zu Recht hohe Ansprüche.

Auf Grund des lautstarken Supports inklusive Liebesbekundungen an den Heldenstatus genießenden Klubeigentümer der Filiale Siezenheim kam man voll auf seine Rechnung und kam dabei aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Nach müdem Gekicke egalisierte der glorreiche Linzer ASK glücklicherweise in Durchgang Zwei den Rückstand und brachte den zum Bersten gefüllten Auswärtssektor nun endgültig zur völligen Ekstase.Berauscht vom Endorphinausstoß, zelebrierte man die dargebotene Leistung der Mannschaft und huldigte dem einzig wahren Lebensinhalt mit voller Leidenschaft.

Stolz auf die gezeigte Leistung auf und neben dem Platz kehrte man schlussendlich müde aber zufrieden wieder in die schönste Stadt der Welt heim.

SOLO ASK!