Rapid Wien – LASK

Mittels Sonderzug fiel der schwarz-weiße Fanatiker an jenem Tag in gewohnter Manier in die feindliche Stadt ein.

Bei der Ankunft wurde man bereits empfangen.
Den Weg zum Stadion legte man dann ohne weitere Vorkommnisse zurück, um anschließend den Auswärtssektor einigermaßen heimisch zu gestalten.
Der ob der Größe des Stadions unbeeindruckte Stahlstädter legte von Beginn weg eine buchstäblich heiße Sohle aufs Parkett – so erleuchteten zum Start einige Bengalos den Himmel.

Was dann folgte war eine neunzigminütige Hommage des einzig wahren Lebensinhaltes.
Altbekannte Klassiker gingen ebenso brachial von den Lippen wie Liebesbekundungen an die feindliche Stadt.
Per Spruchband meldete man sich in Durchgang eins auch in der zurzeit verzerrend geführten Debatte um die teils reißerische Berichterstattung von diversen Medien gegenüber vorangegangener Vorfälle wie beispielsweise beim Wiener Derby zu Wort.
Auch wir können davon ein Lied singen und können diese reißerische Aufbereitung zur Auflagenmaximierung nicht hinnehmen.
Hierbei ist zu erwähnen, dass man dabei nicht die Vorfälle an sich, jedoch die Wortwahl gewisser Schundblätter und die damit ausgelöste Hysterie ablehnt und verurteilt.
Eine nüchterne und differenzierte Sichtweise wäre an dieser Stelle äußerst wünschenswert.

Brachten die elf auserkorenen schwarz-weißen Götter auf dem Feld wenig bis gar nichts zustande, tat dies der Stimmung im Sektor jedoch keinen Abbruch.
Auch nach Seitenwechsel zeigte sich der geneigte Fanatiker von seiner Schokoladenseite.
Erfreulich dabei, dass neue Chants mittlerweile bei der breiten Masse schnell aufgenommen werden und auf beachtlichen Widerhall stoßen.
Unterm Strich fuhr man mit leeren Händen wieder gen Stahlstadt, in der auf die erbrachte Leistung das ein oder andere Mal angestoßen wurde.

Zum Abschluss sei gesagt: Böller bleiben daheim!
Wird zukünftig jemand dabei erwischt, darf er den Heimweg antreten.

SOLO ASK!