SV Mattersburg – LASK

Winterzeit und Stahlrohrtribüne – der Cadillac unter den Auswärtsfahrten!

Nicht die große Masse war an diesem Tag Trumpf. Die brauchte es auch gar nicht, um eine der leiwandsten Auswärtsfahrten der jüngeren Geschichte zu konstatieren – und das im Angesicht einer unnötigen Niederlage.
Über das Spiel seien also keine großen Worte verloren. Wieder wäre weit mehr möglich gewesen, doch es wollte einfach nicht klappen.

Davon vollkommen unbeirrt, lebten die mitgereisten LASKla über das gesamte Spiel vor, wie man Vereinsliebe in Wort und Bild ausdrückt.
Am Choreofetzn entlehnte man sich neben eines bekannten Filmtitels auch des Italienischen und beschwor so schon zu Beginn die oft zitierte Leidenschaft. Über 90 Minuten und mehr hielt man sich an das Motto. Der ebenso charmante, wie passionierte Herr am Zaun zeigte sich dabei exemplarisch für die beschirmte Armee dahinter. Charmant wie der LASK-Anhänger nun mal ist, spendierte er dem melancholiegeplagten Burgenländer zur dunklen Jahreszeit auch noch eine Prise Licht.

Spiele in Wien und Salzburg mit über 1000 Gleichgesinnten haben sicherlich ihren Reiz, das Salz in der Suppe bilden aber Partien wie diese. Bei nahezu hundertprozentiger Mitmachquote und noch höherer Motivation brauchte es weder Dach noch einen günstigen Spielverlauf, um das Burgenland in seinen Grundfesten zu erschüttern. Jeder Zuhausegebliebene hat an diesem Tag einen Auftritt voller Einheit, Stolz und eben Passion verpasst.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge zog man also wieder in Linz ein. Alles in allem hat’s aber Spaß gemacht. Auf ein Neues schon gegen die Admira! Dann am Ende auch wieder mit drei wichtigen Punkten.

Solo ASK!