LASK – Konzern

Ein netter Sonntagnachmittag steht zu Buche.

Schon früh bevölkerten Gruppen, getaucht in die einprägsamen Farben, die Gastgärten der Stahlstadt, um bei Kaffee und Kuchen der diesmaligen Matchtaktik den letzten Schliff zu geben. Die Präsenz des widerwärtigsten Konstruktes seit es Fußball gibt, entlockt einem neben Abscheu natürlich auch eine gewisse Motivation. Wenn schon keine legitime Gastpartei da ist, so kann man zumindest erneut die Unterschiede beider Welten aufzeigen. Diesmal standen aber die Zeichen darauf, auch am Feld einmal wieder über den Konzern richten zu dürfen – es lag neben Smog noch etwas anderes in der Linzer Luft. So machte man sich zeitig auf den Weg in die Vorstadt und rief gleichzeitig die gesamte LASK-Familie dazu auf, es einem gleichzutun.

Bilderbuchmäßig drängte sich der versammelte Anhang demnach bei strahlendem Sonnenschein schon früh durchs Stadionumfeld. Zur Überbrückung der Wartezeit wurde er dabei mit reichlich Propagandamaterial aus der eigenen Feder versorgt. Schon vor dem Spiel wurden die Protagonisten des nun folgenden Triumphes von Jubeltiraden begleitet und das gemeinsame Ziel fokussiert. Zudem nutzte man die Zeit, um den Erlös des Adi Salkic Gedenkturniers seinem Empfänger zu übergeben. 2270 Euro kamen zusammen; diesmal zur Unterstützung der Familie des verstorbenen LASK-Fans Eichi.

Von Beginn weg strahlte der Block Stolz und Leidenschaft aus. Auch die Spieler zeigten zu Recht null Respekt vor den seelenlosen Söldnern, die ihnen da gegenüberstanden. Begleitet wurden sie von einer Stimmung, die zwischen stark und sehr stark schwankte. Man zeigte, zu was man auch im Exil fähig ist.

Nach Ende der obligaten Jubelinszenierung machte sich die Meute auf ins Herz der Stadt, um – flankiert von den Monumenten ebendieser – einem Bruder und schwarz-weißen Urgestein gemeinsam viel Kraft für einen bevorstehenden Kampf zu wünschen. Auch aus dieser Schlacht wirst du als Sieger hervorgehen!

Solo ASK!