Rapid – LASK

Pompöses Auftreten vom glorreichen Linzer Athletik-Sportklub.

Per prallgefülltem Sonderzug enterte man das auswärtige Terrain. Angekommen am Ort des Geschehens, gabs – wie es sich bei der Ankunft des Glorreichen geziemt – das übliche Empfangskomitee. Auch die ortsansässige Schmier gab sich alle Mühe, den Linzern einen (oasch-)warmen Empfang zu bereiten. So zelebrierten die übermotivierten Kiwara von Anfang an ihre weltberühmte Wiener Gastfreundlichkeit in Form von semi-deeskalierenden Aktionen. Auch am Einlass wurde diese Linie konsequent weiterverfolgt. Dessen Pforten dienen bekannterweise diversen „Sicherheitskräften“ als idealer Schauplatz zur Selbstverwirklichung.
Das Eingangsprozedere in Hütteldorf gestaltet sich ja traditionell beschissen. Sinnbefreite Einlassstopps, weil man irgendwen wegen irgendwas sucht, tragen bei mehreren hundert wartenden Personen wohl auch nicht zu einer Beruhigung bei. Für den unmotivierten Versuch, Stoffe zu verbieten, gilt das gleiche. Schlussendlich ließ man sich aber nicht von der verhaltenskreativen Polizeitaktik irritieren und erreichte geschlossen und in voller Kaderstärke den Auswärtssektor.

Sinnbildlich für den folgenden, demonstrativen Auftritt auf dem Feld, inszenierte man selbst schon vor Anpfiff die glanzvolle Ausstrahlungskraft vom geilsten Klub der Welt. Der Funke schien von Anfang an auf die Mannschaft überzuspringen und so ließ man keinerlei Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen.
Für beinahe eine gesamte Generation sollte es an jenem Tag der erste „Auswärtsdreier“ im Wiener Westen sein – ganze 18 Jahre musste man darauf warten. Dementsprechend brachial donnerten die heiligen Melodien dann in weiterer Folge auf das grün-weiße Volk ein.

Nachdem sich die Schmier mit der Anzahl der Überstunden begnügte, durfte man spät aber doch den Heimweg ins heißgeliebte Linz antreten. Bereits morgen steigen hierorts die Feierlichkeiten zum 110-jährigen Jubiläum.

Solo ASK!