LASK – Wacker Innsbruck

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.


Was nach knallharter Mathematik klingt, ist auch eine einfache Gleichung des Fanblocks und überhaupt des gesamten Lebens. Dass eben jenes Leben erst durch den Linzer ASK vollkommen wird, muss man sicher nicht extra erwähnen. Wir taten es trotzdem. Das Schlusskapitel der Choreotrilogie hatte somit ebendas zum Thema. Passend illustriert wurde die Botschaft natürlich auch, wobei nicht einmal der berühmte Paschinger Monsun die Aussage torpedieren konnte.

Andere mögen zwar denken, die große emotionale Bandbreite der Fußballwelt für sich gepachtet zu haben; mutmaßlich fühlte sich an diesem verrückten Tag die angebliche Wut aber eher nach Resignation oder verlorenem Hochmut an. Wie wir alle wissen, kommt dieser vor dem Fall.

Auf dem Boden der Tatsachen gab sich der ASK keine Blöße und ließ so richtig die Fetzn fliegen. Der Untergrund tat es diesmal der Tribüne gleich und präsentierte sich in altbekannt athletischer Manier von seiner tiafsten Seite. Dass das beim ASK nicht nur Hurensohn und Oaschlecha, sondern auch tatsächlich tiefgehende lyrische Ergüsse bedeutet, spiegelte nicht nur die populärkulturell inspirierte Choreo, sondern auch das Gesangsrepertoire wider. Dass dieses zumeist in beachtlicher Lautstärke intoniert wurde, ist Ehrensache und sollte eigentlich immer selbstverständlich sein.

Summa summarum zeigte sich mal wieder, dass man sich Vielem verweigern kann, einen die Realität aber schneller einholt als es einem Lieb ist. Das sollte man natürlich auch bei Schwarz-Weiß niemals vergessen. Solange aber die Follower kodexgetreu ehestmöglich von kürzlich geschehenen Reallife-Hacks unterrichtet werden, dürfte man eh ultra und was auch immer kapiert haben.

In der wirklichen Welt feierte man derweil die nächste Glanzleistung der Götter in Schwarz-Weiß. In Fuschl treibt es ihnen derweil schon den Angstschweiß über die Nerzmäntel. Weiter so!

Solo ASK!