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… die Klubdress aus schwarz-weiss gestreiften Jersey




Die Klubfarbe ist Schwarz-Weiss, das Klubabzeichen besteht aus einer Flagge mit den Anfangsbuchstaben L. A. S. K. auf schwarz-weissen (sic!) Felde, in der linken Ecke die Landesfarben O. Ö., die Klubdress aus schwarz-weiss gestreiften (sic!) Jersey.

Wir schreiben das Jahr 1919, aus dem Linzer Athletik Sportklub Siegfried von 1899 und dem Linzer Sportklub von 1908 wird der Linzer Athletik Sportklub. In den Statuten unseres Vereins wird in Paragraph 3 festgelegt, dass die Farben Schwarz und Weiß – wie schon bei beiden „Vorgängern“ – sein werden und sich die Dress in ebenjenen Farben gestreift zu präsentieren hat. Im Laufe des folgenden Jahrhunderts wird dies zu großen Teilen eingehalten, der eine oder andere vereinzelte Ausreißer ausgenommen.

Zeitsprung ins Jahr 2020. Nach sponsorengelben Ärmeln und sponsorenrosaroten Seitenstreifen auf der Heimdress in den Jahren zuvor, kehrt man zur Freude aller zum seit Jahrzehnten besungenen „Schwarz-Weiß“ zurück – gestreift, und selbst der im modernen Fußball unumgängliche Brustsponsor fügt sich einigermaßen gut ins Design. Auch die Europacup-Heimdress gefällt – in Weiß und mit minimalistischem schwarz-weiß-rotem Streifen seitlich.

Heile Welt? Mitnichten. Nahm die „Ausweichdress“ für internationale Spiele bereits im vergangenen Jahr die Farbe eines Sponsors an, so erstrahlen heuer gar die Ausweichdressen in der Meisterschaft in rosa, international ebenfalls erneut. Die dritte Dress kommt für gewöhnlich zum Einsatz, wenn es auswärts einmal wirklich nicht mehr anders geht, weil die Jerseys der Heimmannschaft beiden regulären Trikots zu sehr ähneln. Sie wird aber nicht ohne Not verwendet und hat schon gar nicht die Farbe eines Sponsors.

26. November 2020: Der LASK tritt in der Europa League gegen Antwerpen an. Zuhause. Die Heimmannschaft hat Farbwahl. Der LASK spielt in rosa. Ein Verein, der bei einem Heimspiel und eigener Dressenwahl nicht in den Vereinsfarben antritt, sondern in den Farben eines Sponsors – das lässt sich nicht rechtfertigen. Für kein Geld der Welt verkaufst du deine Farben, kein Erfolg ist den Verkauf der Identität auch nur ansatzweise wert.

Bereits vor zwei Jahren haben wir in einem umfassenden Konzept dem Verein unsere Sicht der Dinge diesbezüglich nahegelegt und damit die Wichtigkeit gewisser Identifikationsmerkmale bei einem Fußballverein herausgestrichen. Leider scheint in manchen Bereichen diese Einsicht noch nicht gereift zu sein, weshalb wir unseren Fokus nun wieder verstärkt auf dieses Thema richten müssen.

In der aktuellen Zeit, wo sich unsere Aktionen in und um das Stadion auf ein Minimum beschränken, laufen auch wir Gefahr, gewisse Entwicklungen zu verschlafen, die später mit einem „früher hats euch ja auch nicht gestört“ abgetan werden. Dressen, die nichts mit unseren Farben Schwarz und Weiß sowie der Stadtfarbe Rot zu tun haben, dürfen jedoch niemals existieren, geschweige denn zur Normalität werden.

Mit den anfangs erwähnten Ausreißern hat die aktuelle Situation auch gar nichts mehr zu tun, der Verkauf der Vereinsfarben auf der Dress hat seit einigen Jahren System, das unnötige Auftreten bei einem Europacup-Heimspiel ganz in rosa war lediglich der (vorläufige?) Höhepunkt. Wo führt diese Entwicklung hin? Es darf in Zukunft kein „seids froh, dass ma schwarz-weiße Heimdressen ham“ geben – nein. Die Farben sind unantastbar – Name und Wappen ebenso. Da gibt es keine Kompromisse. Wer dies konterkariert, hat mit heftigem Gegenwind zu rechnen.

Die nicht vorhandene Sensibilität und Kritikfähigkeit auf Vereinsseite wurde von dieser heute erneut unter Beweis gestellt, als man folgende Spruchbänder abhängen ließ.

DRESSEN NUR IN DEN FARBEN, DIE UNS DIE GRÜNDERVÄTER GABEN!