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SV Ried-LASK


4 Busse voller Landstrassler und etliche weitere LASKla, die andere Beförderungsmöglichkeiten wählten, fuhren an diesem Sonntag in die oberösterreichische Peripherie. Einerseits um dem dortigen Sportverein seine Grenzen aufzuzeigen, andererseits um den Bewohnern einen Hauch urbane Linzer Fankultur in ihr sonst so trostloses Leben zu bringen.

Ersteres, das musste man sich nach 90 Minuten leider eingestehen, gelang weniger gut. Trotz drückender sportlicher Überlegenheit ging man am Ende unverdienterweise als Verlierer vom Platz. Das Runde wollte trotz zahlreicher Chancen nicht ins Eckige.

Umso herausragender war jedoch der Verwirklichung des zweiten Vorsatzes. Über das ganze Wochenende wurde der Gegner in allen Facetten, die unsere Fan-Kultur zu bieten hat, vorgeführt. Dass die Rieder Szene nicht nur in ihren Lokalitäten keine Anwesenheit zeigte, sondern ganz generell noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen ist, bewies sie am Spieltag dann mehrfach. Gewisse Adjektive, die eventuell im kleingeistigen Hinterland noch als Beleidigung zählen, werden im großstädtischen Kontext eher nicht mehr damit assoziiert. Trotzdem darf man den Verfassern dieser Botschaften durchaus auch dankbar sein: Die Diskussionen, ob ein Fußballverein an sich überhaupt eine Sexualität besitzen kann, wird die geneigten Linzer Philosophen sicherlich noch bei dem einen oder anderen Umtrunk begleiten.

Was bleibt also von diesem Derby? Die Forderung nach intensiverem Abschlusstraining, die Genugtuung durch die Überlegenheit auf den Rängen sowie die Gewissheit, dass alle Fesseln irgendwann gesprengt werden.

In diesem Sinne,
Forza ASK und Durchhalten Capo!