Über uns

Landstrassler versteht sich als Zusammenschluss aktiver Kurvenbesucher. Man hat es sich zum Ziel gesetzt, den Fanblock des Linzer ASK zu stärken und unter allen Stadionbesuchern die Begeisterung für eine lebendige Kurve zu schaffen.

Der LASK soll in allen Bereichen des Lebens würdig repräsentiert werden. Durch Aktivitäten inner- und außerhalb des Stadions wird die Bedeutung dieses Vereines unterstrichen.

Dem Ursprung des Namens und dem Selbstverständnis von Landstrassler Rechnung tragend, ist es ab der Saison 2017/18 möglich, Mitglied zu werden. Infos gibt’s hier.

Im März 2017 wagten wir in der ersten Ausgabe unseres Kurvenheftes “Athleticker” einen Blick auf die eigenen Vorstellungen, die Entstehung und den bisherigen Werdegang. Zum besseren Verständnis der Bewegung hier noch einmal der Artikel zum Nachlesen:

Mai 2014. Der Linzer Athletik Sport Klub kämpft in der dritthöchsten österreichischen Liga um den Aufstieg, in der Fanszene herrscht aber eher Stagnation. Auch, weil jeder sein eigenes Süppchen kocht.

Schließlich wird ein Entschluss gefasst: Es wird Zeit, diese Zustände zu beenden. Zustände, die dem Stolz von Oberösterreich nicht würdig sind. Bei einigen Bier in einer Spelunke in Urfahr beschließt man, von nun an enger zusammenzuarbeiten und formuliert langfristige Ziele.

Der LASK soll in und außerhalb des Stadions würdig vertreten und die Begeisterung für die schwarz-weiße Fankultur neu entfacht werden. Schon kurz nach dem ersten Treffen stoßt die damals neugegründete Linz City Group (LCG) zu den Treffen, die bis heute gemeinsam mit den 2011 gegründeten Linzer Jungs zu den beiden tragenden Gruppen der Bewegung gehören. Auch von Anfang an dabei: aktive Kurvenbesucher ohne Heimat in einem Fanclub. Die Beteiligten konnten zu diesem Zeitpunkt schon auf langjährige Kurvenerfahrung zurückblicken, zählten aber trotzdem mehrheitlich zur jüngeren Generation.

Kurze Zeit später einigte man sich auf einen Namen. Warum Landstrassler? Dieser Begriff stammt aus den 60er-Jahren, als der LASK den Meistertitel und Cupsieg erringen konnte. Das Geschäft des damaligen Präsidenten und Juweliers Otto Jungbauer hatte seinen Sitz auf der Landstraße, außerdem galt der LASK als bürgerlicher Verein. Die Bezeichnung wurde vorwiegend abfällig vom damaligen Stadtrivalen benutzt. Wir wollen ihn bewusst wiederbeleben und tragen ihn heute mit Stolz. Die ersten, regelmäßigen Treffen wurden schnell zur Routine, man lernte sich – wenn nicht bereits durch langjährige Freundschaft verbunden – besser kennen. Obwohl teilweise unterschiedlicher Auffassungen, wurde der Zusammenhalt intensiviert.

Klar war: An erster Stelle stand der LASK. Ganz egal ob vorbestrafter Langzeit-Arbeitsloser, ob Student oder Arbeiter: es gibt einen gemeinsamen Nenner.

Mittlerweile sind seit damals mehr als zwei Jahre vergangen.

Wir blicken auf eine kurze, aber bewegte Zeit mit vielen Glanzstunden, aber auch auf einige dunkle Momente zurück. Besonderer Erfolg war sicherlich die erste große gemeinsame Choreographie anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums der Meisterschaft und des Cupgewinns, bei dem ein 40×12 Meter großer Überzieher mit Portrait der Mannschaft aus dem Jahre 1965 angefertigt wurde.

Besonders wichtig: Aktivitäten fernab der Spieltage. Sei es bei organisierten Zusammentreffen, feuchtfröhlichen Partys oder gemeinsamen Protestaktionen. Dinge, die eine lebendige Kurve ebenfalls ausmachen und für das Zusammengehörigkeitsgefühl essentiell sind.

Auch das regelmäßige Angebot von Bekleidung mit den heiligen Insignien ist stets auf der Agenda. Vor allem der optische Auftritt der Kurve steht hier im Vordergrund. Dieses Thema wird uns auch in Zukunft vermehrt beschäftigen.

Auf eine Verbesserung der Kommunikation innerhalb der Kurve wird ebenfalls großen Wert gelegt. Ein weiteres Organ stellt in dieser Hinsicht eben dieses Druckerzeugnis dar. Der Fanblock sollte allgemein facettenreicher werden.

Die Befreiung vom Diktat Peter Michael Reichels war für jeden von uns ein Segen, der neuen Führung begegnete man dafür mit Dankbarkeit und Vorschusslorbeeren. Allerdings erachtete man es trotzdem von Anfang an als Aufgabe, Fehlentwicklungen rund um diesen Verein aufzuzeigen. Nicht um des Kritisierens wegen, sondern zum Wohle des Linzer ASK. Auch weiterhin wird man dabei auf eine gute Gesprächsbasis und einen respektvollen Umgangston bauen. Wenn nötig, wird man die richtigen Akzente setzen.

Ein Credo ist die völlige Abgrenzung zu allen politischen Strömungen. Im Fahrwasser des Linzer ASK zählt einzig und allein Schwarz-Weiß!
Natürlich behält man es sich vor, seine Gedanken über das Leben zu äußern, gelten doch in unserer Welt gewisse Logiken und Denkarten, nach denen man handelt. Diese lassen sich jedoch unter keinen Umständen von irgendeiner politischen Richtung instrumentalisieren.
Einzig aktive Vereins– und Fanpolitik hat für uns Relevanz.

Was uns besonders stolz macht: Es ist nicht nur gelungen, einige alte Gesichter wieder einzubinden, sondern auch junge Menschen für diese Bewegung zu begeistern. Auch in Zukunft wollen wir uns dafür einsetzten, dass sich die schwarz-weiße Fanszene der Stahlstadt auf allen Ebenen weiterentwickelt. Unsere Geschichte, unsere Werte sollen auch noch von zukünftigen Generationen stolz vorangetragen werden.